Atemschmutzmasken

Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt. Optisch klinisch, angeblich reinlich aber aus der Sicht Unwissender gefährlich: Mit Atemschutzmasken macht man sich in Deutschland momentan keine Freunde. Angeblich soll so ein Mundschutz allerdings ungefähr der Ansteckungsgefahr entgegenwirken, weshalb die Angst der Leute vor maskierten Menschen paradox ist. Angeblich sind Träger von Mundschützern sicherer, als ignorante Verzichter.

Mehr Toleranz gegenüber der Nutzung von Atemschutzmasken, fordert deshalb nach einem mehrtägigen Selbsttest, Vaan. Bin mir aber nicht sicher, ob das nicht etwa gefährliches Halbwissen ist. Wie bei jedem Filter verfangen sich Keime, Bazillen, Viren und Schadstoffpartikel auch in der Atemschutzmaske. Das über 20 Minuten in der Stadt, 10 Minuten in der U-Bahn, 5 Minuten bis zur Arbeit = macht zusammen 35 Minuten lang Dreck ansammeln und diesen immer wieder einatmen, an Nase und Mund reiben wo er nicht weit bis zu den Schleimhäuten und von da aus ins Blut hat. Der antibakterielle Mundschutz vereitelt zwar Tröpfcheninfektionen, mutiert beim Gebrauch aber zur feuchtfröhlich bakterienbrütenden Atemschmutzmaske. Wahrscheinlich irre ich mich; 2 Millionen atemgeschütze Chinesen können ja nicht irren.

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2 Comments

  1. Zumal Atemschutzmasken auch gar nicht so gut schützen, wie deren Hersteller es uns weiß machen wollen: http://www.japanprobe.com/2009/11/20/anti-flu-masks-dont-work-as-well-as-advertised

  2. Ich würde das nie außerhalb der Arbeit anziehen. Da müßten sie erst ein Gesetz dafür erlassen 😉