Urlaub für’s Gehirn

Wenn ich den weißen Hirsch seh, weiß ich nicht, wer ich bin. Ich muss an Mononoke denken, aber denk mir gleichzeitig, dass einfach einmal irgendwer ne scheiß Lawine losgetreten hat. Heute influencern alle Tausendfollowertwitterhoes die verdammten Medien und Orakel-von-Delphi-Blogger experiencen Firmen, deren Socialmediabeauftragte einen rasenden Internetzzug erhoffen. Aufspringen, Likes sammeln,… schmeckt lecker nach Hähnchen.

Als First-Mover und Enduser seh ich die Maschinerie anders. Zum Glück ist das Internet so groß, dass es überall Leute gibt, die in vielen Dingen mehr wissen, als ich. Wenn ich mir vorstelle, wie das früher gewesen wäre, so im Mittelalter. Da hätte man Jahrhunderte wandern können, bis man wem Krasseren begegnet. Jetzt reicht ne Forenanmeldung und schon steht man 10 echten Menschen gegenüber, die freiwillig und kostenlos ihr Wissen teilen – etwas eingebildet, aber das sicherlich zu Recht. Und man kann wieder was lernen. Ich geb ja zu, ich lass mich schon gar nicht mehr drauf ein und mach die Augen zu, wenn ich surfe. Bannerblindheit überträgt sich so auf Informationen. Ich les nur noch bold Text und Kommentare in Bilderstrecken. Bei mir kommt kaum noch so viel an, wie in Georgien.

ok.

weißer heiliger Hirsch

 

Ich kann den weißen Hirsch nicht richtig mit Gesichtern versorgen. Er ist immer hungrig und frisst kein Moos. Ich hab hier eh kein Moos mehr. Geld hat keine Mitamine. Die Kerze ist gleich runtergebrannt. Sie war so schön. Echt jetzt; das ist kein Stilmittel, die verdammte Kerze war ziemlich schick: Hatte so Wachs und so, voll die Tropfen. Die Weichen kommen mir wie Wachs vor. Wenn ich sie verschieben will, um den Probezug fahren zu lassen, schmilzt die Kupplung. Ich kann halt nur einmal starten und wenn das nix wird, muss ich entweder aussteigen oder Kohle nachschaufeln, bis mir ein verdammter Bahnhof gefällt. Überall winken die Leute mit weißen Taschentüchern, was ganz schick ist, während im Hintergrund Bahnbeamte das ganze gleichgültig oder genervt verfolgen. Es gibt immer solche, die keinen Rehbock haben, wie schon 100x gesehen, und die diese Handbewegung machen. Du weißt shawn; garstige Gesten. Ich will endlich bold Text im Drehbuch. Es gibt kein richtig oder falsch. Mich nerven Leute und Texte in Blogs, in denen von privaten Problemen oder Entscheidungen die Rede ist. Die Leute sollen mal klar kommen und nicht Content ins Netz schaufeln, den kein Arlington Crematory mit 2×3 m² würdigt. Egal wie die Entscheidung ausfällt, Späne fallen und wenn was Neues entfacht wird, fliegen Funken. Echt nicht so gute Kombi. Wenn die Chöre heiser sind, …slammed in the face.

Lass uns feiern Mann. Der Tag ist kurz, die Nacht ist lang. Zeig uns, was der Alkohol so kann. Meine Komplizen wechseln laufend. Manche laufen schnell, andere sind Löwenstatuen. Ich hab ihnen allen was gemein. Ich hab auch Lust, richtig zu leben. Aber es gibt Abers; jedes Aber ist ein Berg. Ich bin so krass aus der Dauer, aus der Übung, dauernd aus, dauernd an mit den krassen Hefeduracell. In Zukunft verpass ich was, oder denk das, oder es heißt in der tunersischen Burg, mitten im Ödland einer schmerzend verschwommenen Ungewissheit: „I’m so afraid
Something is broken now
Too much been said
To wipe it clean somehow

Without this love
Where will I be?

Darkness abounds
Heaviness weighs my heart
‚Round and round and round
We’ve gonna have to be apart

Without this love
Where will I be?“

familiar taste of fail

Beißschiene rein. Ich kau das traumtanzende rosa Ridiculousschwein zu Klump.

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Ich bin einfach zu beschreiben: Ich bin einfach zu beneiden.